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 30. Jan. 2013  
 Notensystem
 [1] Notenlinien
  Grundlage für die heutige Notenschrift bildet das fünflinige Notensystem. Mit der Plazierung einer Note kann die Tonhöhe festgelegt werden. Je höher die Note liegt, desto höher ist auch der Ton.
Mehrere gleichzeitig erklingende Notensysteme werden so übereinander notiert dass alle gleichzeitig erklingenden Noten auf der gleichen horizontalen Position senkrecht übereinander stehen.
 [2] Notenschlüssel
Um nun diesen Noten einen eindeutigen Ton zuweisen zu können, werden sogenannte Notenschlüssel verwendet. Die gebräuchlichsten sind der Violin- und der Bassschlüssel.
Der Violinschlüssel umschliesst mit seinem Bauch die zweite Linie von unten und bestimmt, dass auf dieser Notenlinie der Ton "g" liegen soll. Deshalb wird der Violinschlüssel auch G-Schlüssel genannt.
Der Bassschlüssel umfasst mit seinen beiden Punkten die zweite Linie von oben und legt fest, dass auf dieser Notenlinie der Ton "f" liegen soll. Mit einiger Fantasie kann man den Bassschlüssel oder F-Schlüssel auch als ein verschörkeltes F ansehen.
 [3] Vorzeichen
Die Vorzeichen legen die Tonart fest. So handelt es sich bei dem obigen Beispiel um G-Dur (mit einem Kreuz).
Zusätzlich können einzelne Töne mit weiteren Vorzeichen versehen werden. Diese gelten dann bis an das Taktende.
 [4] Taktart

Mit der Taktart wird angegeben, wie viel Notenwerte in einem Takt stehen können.
Wohl jeder weiss, dass der 3/4 - Takt einen Walzer beschreibt.
C entspricht einem 4/4 - Takt.
 [5] Noten

Notenhälse werden bei einstimmigen Melodien so ausgeführt, dass der Notenhals optimal auf den Linien liegt.
Bei Mehrstimmigkeit zeigen die Notenhälse der oberen Stimme nach oben und die Notenhälse der zweiten Stimme nach unten.
Die Abstände zwischen den Noten entsprechen dem Notenwert.

Noten werden mit rechtsschrägen Ovalen dargestellt. Eine Ausnahme bildet hier die ganze Note. Ab den Viertelnoten ist der Notenkopf ausgefüllt.
Noten haben verschieden Werte. Das obigen Beispiel beginnt mit einer ganzen Note. Diese Note füllt den ganzen 4/4-Takt. Dies wird durch den nächsten Taktstrich deutlich gemacht.
Eine ganze Note kann in zwei halbe Noten aufgeteilt werden. Eine halbe Note hat im Unterschied zur ganzen Note einen Notenhals. Dieser Notenhals wird so geschieben, dass er möglichst nicht über die Notenlinien hinausgeht. Werden jedoch auf einer Notenlinie zwei Stimmen geschrieben, zeigen die Notenhälse der oberen Stimme nach oben und die tiefere Stimme nach unten.
Eine halbe Note kann in zwei Viertelnoten aufgeteilt werden. Viertelnoten haben einen ausgefüllten Notenkopf und gelten als Grundschlag für den Rhytmus und als Einheit für das Zählen eines Taktes. In einem 4/4-Takt haben also 4 Viertelnoten Platz.
Will man Viertelnoten weiter unterteilen, werden an die Notenhälse Fähnchen angehängt. Bei Achtelnoten ist es ein Fahnchen, bei Sechzehntelnoten zwei, bei Zweiundreissigstelnoten drei, usw.
Kommen mehrere Noten mit einem Fähnchen hintereinander vor, werden diese Fähnchen zu einem Notenbalken zusammengefasst.
Triolen

Notenwerte können mit Triolen dreigeteilt werden. So hat die aus drei Viertelnoten bestehende Triole die gleiche Dauer wie eine halbe Note. usw.
Punktierung
Wie oben erwähnt gibt es noch andere Taktart, wie z. B. der folgende 3/4 Takt.

Neu ist hier der Punkt nach der halben Note. Solche Punkte können nach allen Noten und Pausen stehen und verlängern die vorangehnde Note respektive Pause um die Hälfte ihren Wertes. Die Dauer der halben Note mit einem Punkt entspricht daher drei Schlägen.
Punkte können auch mehrfach vorkommen, wobei jeder weitere Punkt den Wert um die Hälfte der vorangehenden Verlängerung erhöht.
Haltebogen
Gelegentlich soll der letzte Ton des vorangehenden Taktes verlängert werden. Dies wird mit einem Haltebogen über den beteiligten Hoten ausgedrückt.
Pausen
Pausen werden mit Pausenzeichen dargestellt. Im Beispiel stehen nacheinander eine ganze Pause, zwei halbe Pausen, vier Viertelpausen, acht Achtelpausen, usw.
 [7] Taktstriche
Takte werden jeweils mit einem geraden Strich abgeschlossen. Je nach Taktart enthält ein Takt verschiedene Notenwerte.
 [8] Wiederholungszeichen
Oft werden Teile einer Melodie wiederholt - möglicherweise unterscheiden sich dabei die letzten Takte der Wiederholung
 [9] Angaben zu Lautstärke
Ausser den Noten- und Pausenzeichen braucht es eine ganze Reihe zusätzlicher Angaben.
ppp   piano pianissimo (so leise wie möglich)
pp   pianissimo (sehr leise)
 piano (leise)
mp   mezzopiano (mittelleise)
mf   mezzoforte (mittellaut)
 forte (laut)
ff   fortissimo (sehr laut)
fff   forte fortissimo (so laut wie möglich)
  
sf 
(sfz) 
 sforzato (einzelne verstärkte Note)
fp   fortepiano (laut, aber sofort wieder leise)
  
cres.   crescendo (lauter werdend)
dim.  
decresc.  
 diminuendo
decrecendo (leiser werdend)
  
  Normalerweise wird ein Ton an den andern gereit.
staccato  Mit Punkten unter der Note kann angegeben werden, dass der Ton staccato, dh. sehr kurz angestossen werden soll. 
legato  Mit einem Bogen kann angegebenwerden, dass die Töne legato, d.h. eng verbunden tönen sollen.
  
 [10] Tempobezeichnung
Der Rythmus eines Musikstückes ist eng mit dem Pulsschlag verbunden.
Largo  ca. 40 - 60 Schläge pro Minute - sehr langsam
Adagio  ca. 60 - 76 Schläge pro Minute - langsam
Andante  ca. 76 - 108 Schläge pro Minute - mittleres Tempo
Moderato  ca. 108 - 120 Schläge pro Minute -gemässigtes Tempo
Allegro  ca. 120 - 168 Schläge pro Minute - schnell
Presto  ca. 168 - 208 Schläge pro Minute - sehr schnell