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30. April 2015 Josef Reinhart

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Dobler Albert 1883-1971 Besuch Besuch Besuch
Meister Casimir 1869-1941 Der Geissbub Der Geissbub Der Geissbub
Hess Carl 1859-1912 Der Heimetvogel Der Heimetvogel Der Heimetvogel
Edmund Wyss Der Senn Der Senn Der Senn
Meister Casimir 1869-1941 Der Winter > Der Winter > Der Winter
Meister Casimir 1869-1941 Meietag Meietag Meietag
Meister Casimir 1869-1941 Möcht no es bitzeli läbe Möcht no es bitzeli läbe Möcht no es bitzeli läbe
Edmund Wyss Mys Hüsli Mys Hüsli Mys Hüsli
Dobler Albert 1883-1971 Tanzliedli Tanzliedli Tanzliedli
Meister Casimir 1869-1941 Was brucht e rächte Schwyzerma? Was brucht e rächte Schwyzerma? Was brucht e rächte Schwyzerma?
Frei Alfred 1887
Wei hei goh Wei hei goh Wei hei goh


Reinhart Josef

Als Bauernkind aufgewachsen auf einem Hof im Galmis, einem kleinen Tal, durch das die Strasse von Rüttenen nach Balm bei Günsberg führt, wirkte er ab 1894 als Lehrer in Niedererlinsbach und später in Schönenwerd.
Nach ersten poetischen Versuchen in der Zeitschrift der Studentenverbindung Wengia veröffentlichte er 1897 seinen ersten Gedichtband Liedli ab em Land und vier Jahre später mit beachtlichem Erfolg die Gschichtli ab em Land. 1903 konvertierte der gebürtige Katholik zur Christkatholischen Kirche. In den folgenden Jahren wuchs Reinharts Bekanntheit mit der Veröffentlichung weiterer Novellen und Gedichte in solothurnischem Schweizerdeutsch sowie zunehmend auch hochdeutscher Erzählungen.
1912 übersiedelte Reinhart mit seiner Familie nach Solothurn, nachdem er als Deutschlehrer ans dortige Lehrerseminar gewählt wurde. Als Mitherausgeber verschiedener Zeitschriften und Schriftenreihen, durch sein Engagement bei der Organisation kultureller Veranstaltungen sowie in der Jugend- und Erwachsenenbildung, aber in erster Linie durch seine fortgesetzte schriftstellerische Tätigkeit – in der er sich im Bereich der Volksdichtung wieder stärker der Mundart zuwandte, die sich jedoch auch auf biographische und allgemeinbildende Werke für die Jugend (in deutscher Sprache) erstreckte – wurde Josef Reinhart in der Stadt, in der er fortan lebte, zu einer sehr geachteten Persönlichkeit. Von 1924 bis 1927 war er Altgeselle (Vorsitzender) der Töpfergesellschaft Solothurn, einer 1857 gegründeten Vortragsgesellschaft.
Sein Wirken wurde durch verschiedene Ehrungen gewürdigt, unter anderem erhielt er 1936 einen Doktortitel ehrenhalber der Universität Bern. Von 1944 bis 1955 erschien im Verlag Sauerländer eine elfbändige Reinhart-Gesamtausgabe. Der 1945 in den Ruhestand getretene Autor veröffentlichte bis zu seinem Tod im Jahre 1957 zudem zahlreiche Artikel in Zeitungen und Zeitschriften. 1952 gewann er den Preis der Schweizerischen Schillerstiftung.
Josef Reinhart starb am 14. April 1957 an den Folgen eines einige Tage zuvor erlittenen Hirnschlages. Er ist in einem vom Kanton gestifteten Ehrengrab auf dem Friedhof St. Niklaus bestattet.
Der Nachlass von Josef Reinhart befindet sich im Schweizerischen Literaturarchiv in Bern.